Übungen für Ihr Inneres Kind


Tipps für Ihre Innere-Kind-Zeiten


Frühling - raus aus alten Gewohnheiten!

Inwieweit bestimmt in Ihrem Leben nur noch die „vernünftige“ Erwachsenenseite darüber, was im Alltag geschieht? Wie viel an Verspieltheit, Kreativität und Lebendigkeit geht dabei unter? Ihr Inneres Kind leidet, wenn Sie ihm keinen Raum in Ihrem Leben geben.

Als Erwachsener oder Erwachsene versuchen wir uns dann mit Essen, Trinken, Medienkonsum und Anderem zu entlasten. Dies entspricht aber häufig nicht wirklich unseren tieferen Bedürfnissen nach Entspannung und Ausgleich. Da hat unser Inneres Kind bessere Ideen. Fragen Sie Ihr kraftvolles Inneres Kind nach seinen Bedürfnissen und Vorschlägen für eine ausgeglichene Lebensgestaltung.

Mein TIPP: Schreiben Sie auf, wie viele Aktivitäten Ihre Erwachsenenseite bestimmt. Dann schreiben Sie einen Brief an Ihr Inneres Kind mit Ihrer dominaten Hand (bei Rechtshänderinnen die Rechte, bei Linkshändern die Linke) und fragen es, ob es sich mit dieser Art zu leben wohl fühlt, oder ob es sich noch etwas anderes wünscht. Nehmen Sie dann den Stift in die andere Hand, um das Innere Kind antworten zu lassen und lassen Sie sich überraschen von dem, was es schreibt.

Achtung! Es kann sich herausstellen, dass ihr Inneres Kind recht sauer auf Sie ist, weil es so wenig spielerischen Platz im Leben bekommt und Sie mit seinen Bedürfnissen so umgehen, wie es früher, als Sie Kind waren, Erwachsene getan haben. In diesem Fall hören Sie ihm bitte wirklich zu, nehmen seine Gefühle ernst und schreiben ehrlich über Ihre Reaktion als erwachsene Person. Dann finden Sie gemeinsam eine Lösung, in dem Sie nach Wegen suchen, wie heute und in den nächsten Tagen und Wochen auf jeden Fall das wichtigste Bedürfnis der oder des Kleinen erfüllt werden kann.

Nächster Schritt: Setzen Sie dies wirklich in Ihrem Alltag um!! Und nehmen Sie sich zuerst einmal mind. drei Wochen vor, um wirklich dran zu bleiben. Machen Sie Termine in Ihrem Kalender, so dass diese „festgeschrieben“ sind. So schnell werden wir von alten, ungesunden Gewohnheiten wieder eingeholt. Deshalb braucht es an dieser Stelle eine klare Entscheidung.

Außerdem wissen Sie nun, dass Ihr Inneres Kind wirklich leidet, wenn es zu wenig Raum bekommt. Das kann uns motivieren, unseren Alltag wirklich Schritt für Schritt entspannter, freudiger und kreativer zu gestalten.
Viel Freude dabei!



Spaziergang mit dem Inneren Kind


Tipps für Ihr Inneres KindNehmen Sie Ihr Inneres Kind an die Hand und gehen Sie raus in die freie Natur oder in einen Park, falls Sie in der Stadt leben. Schalten Sie ab von den alltäglichen Belangen und Aufgaben.

Nehmen Sie sich Zeit. Und schauen Sie mit den Augen eines Kindes, das neugierig ist und das staunen kann. Wenn Ihnen das zuerst schwer fällt, gehen Sie ein Weile zügig, spüren Ihre Füsse und lassen den Alltag hinter sich. Dann bleiben Sie stehen, schließen die Augen und warten einen Moment. Sie stellen sich innerlich darauf ein, dass sie, wenn Sie dann wieder die Augen öffnen, mit neugierige Kinderaugen in die Welt blicken.

Was fällt Ihnen auf? Entdecken Sie die Kräuter, die jetzt schon üppig wachsen, probieren Sie ein Löwenzahnblatt oder die Blüte eines Gänseblümchens, beobachten Sie, wie aus einer Buchecker langsam ein Spross wächst, riechen Sie an Veilchen, setzen Sie sich ins Moos, lehnen Sie sich an einen Baum und lassen Sie zu, dass das Kind in Ihnen wieder riecht, schmeckt, fühlt und entdeckt.

Kommt eine Lust zu spielen, etwas zu sammeln?

Finden Sie dann beim Zurückgehen wieder langsam in ihre Erwachsenenseite zurück.



Draußen sein

Draußen grünt und blüht alles. Eine schöne Jahreszeit, um in der Natur zu sein. Vielleicht planen Sie auch einen Urlaub. Das alles sind gute Gelegenheiten, um dem Inneren Kind Freude anzubieten. Vielleicht auch mit Anderen zusammen, die auch was für ihr Inneres Kind tun möchten.

An welchen Baum möchte sich Ihr Inneres Kind anlehnen?
Wo gibt es eine Höhle im Gebüsch, in der sich das Innere Kind wohlfühlen würde?
Oder vielleicht gefällt es ihm zwischen den starken Wurzeln einen Baumes?
Lässt sich aus Ästen und Blättern etwas bauen, vielleicht noch zusammen mit jemand anderem? Aus Steinen lassen sich Muster legen, kleine Türme in der Landschaft bauen.

Gibt es einen Platz, an dem Sie eine Feuerstelle anlegen oder diese nutzen könnten, um eine Lagerfeuer zu machen? In der Glut lassen sich Kartoffeln garen. Wann haben Sie das letzte Mal am Feuer gesessen? Haben Sie schon mal ausprobiert, mit dem Schlafsack draußen zu schlafen und in den Sternenhimmel zu schauen.

Welche Wege möchte Ihr Inneres Kind draußen gehen? Fragen Sie es und lassen Sie es etwas Neues ausprobieren. Vielleicht möchte es am Bach von einer Seite auf die andere waten oder von Stein zu Stein springen.

Vielleicht möchte es im Schlamm matschen oder Steine ins Wasser werfen, so dass es platscht. Vielleicht auch Töne machen, rumschreien, Krach machen, alleine oder mit anderen. Es gibt so viele Möglichkeiten, Ihr Inneres Kind glücklich zu machen. Erlauben Sie sich, diese zu erkunden.
 


Das kraftvolle Innere Kind stärken

das kraftvolle Innere Kind stärkenDies ist ein Vorschlag, die eigene Kreativität mal wieder „auszupacken“ Und zwar ganz spielerisch!

Wählen Sie ein Foto von sich als Kind, in dem Sie etwas entdecken, was Sie unterstützen möchten. Schauen Sie mit einem liebevollen und anerkennenden Blick auf das Kind, das Sie waren. Vielleicht finden Sie ein Foto, auf dem Sie als Kind spielen, ausgelassen sind, lachen, Grimassen schneiden, in der Natur sind, mit Freunden und Freundinnen zusammen sind, in etwas vertieft sind, zufrieden ausschauen, trotzig sind- ja, auch das.. Falls Sie das Foto noch behalten wollen, machen Sie eine Kopie davon. Wenn Sie keine Kinderfotos haben oder keines dafür nehmen wollen, dann suchen Sie auf Postkarten, in Zeitschriften nach einem Kinderfoto oder –bild, das Sie anspricht.

Schneiden Sie dann die Konturen des Kindes auf dem Foto aus. Sie brauchen nun ein größeres Blatt Papier oder einen Karton. Auf diesem Blatt gestalten sie einen Hintergrund für das ausgeschnittene Kinderbild. Das heißt, Sie geben dem Kind eine wunderschöne Umgebung, in der es sich wohl fühlt, in der es sich entfalten kann, in der es sich angenommen fühlt. Sie können diesen Hintergrund malen. Oder Sie finden ein schönes Bild in einer Zeitschrift, einem Kalender oder Ähnliches. Sie können alles Mögliche malen, zeichnen, ausschneiden und aufkleben, was diesem Kind gefallen könnte. Sie können ihm auf diese Weise einen Sonnenuntergang, ein Pferd, eine Katze, einen Engel, Malsachen, Blumen, Wald, Spielzeug schenken und es verwöhnen. Sie können auch noch einen liebevollen einfachen Satz finden und auf das Bild schreiben. „Ich hab dich lieb“ „Du bist ein wunderbares Mädchen/ ein wunderbarer Junge“.
Gehen Sie Ihren Impulsen nach, machen Sie das Kind auf dem Foto glücklich.

Dann suchen Sie einen schönen Platz für Ihr Werk in Ihrer Wohnung und schauen es die nächste Zeit immer wieder an. Spüren Sie, wie das Innere Kind in Ihnen sich freut und vielleicht bekommen Sie ja Ideen, wie Sie das, was Ihre Fantasie gestaltet hat, im Alltag umsetzen könnten.

Viel Freude dabei!


In Kinderbüchern stöbern

Stöbern Sie doch mal auf dem Dachboden, bei Ihren Eltern, in Buchläden, auf Flohmärkten und in Antiquariaten nach Büchern, Bilderbüchern, Liederbüchern, die Sie als Kind gelesen haben oder die Ihr Inneres Kind gerne lesen würde. Auch Schallplatten, Kassetten, CDs, Videos und DVDs mit Märchen, Geschichten und Liedern lassen sich da finden.

Ich habe inzwischen eine ganze Sammlung von Kinderbüchern, alten und neuen, in die ich- mit meiner Kleinen- immer wieder reinschaue und mir damit einen gemütlichen Abend mache. Manchmal lese ich bei meinen Kursen, aber auch bei Festen und Geburtstagen daraus vor und erfreue damit Große und Kleine. Eines meiner Lieblingsbücher zum Vorlesen ist Pu der Bär (große Auswahl von sinnigen Geschichten) von A.A. Milne, ein anderes Geschichten aus dem Mumintal von Tove Janssen (z.B. Die Geschichte vom unsichtbaren Kind oder die von der Filifionka, die Katastrophen liebte, aber auch die anderen sind schön), und immer wieder auch Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren

Auch die Kindergedichte von Josef Guggenmoos gefallen meiner Kleinen. Von meinem Buch Drachinnengesänge, das ich für das innere Mädchen geschrieben habe, sind noch ein paar neue Exemplare aufgetaucht (über meine Website unter Veröffentlichungen zu bestellen). Was sind Ihre Lieblingskinderbücher? Ich freue mich, wenn Sie mir über Ihre Funde und Entdeckungen schreiben. Ich kann sie dann als gute Tipps weiter geben.
In meinen Inneren-Kind-Kursen singen die Teilnehmerinnen oft Abende lang alte Kinderlieder und sind dabei bester Laune. Vielleicht finden Sie auch sangesfreudige Kinder und Erwachsene. Oder mal wieder einen Kinderfilm anschauen und Freundinnen dazu einladen? Da sind wir auch dann schon bei den inzwischen beliebten Spieleabenden in meinem Freundinnenkreis. Die inneren Kinder sind begeistert!



Dem Inneren Kind Geborgenheit geben

Die Nächte sind nun länger als die Tage. Eine gute Gelegenheit, einige der Abende mit dem Inneren Kind zu verbringen und ihm Geborgenheit zu schenken.
Mein Vorschlag: Zünden Sie eine Kerze an. Legen Sie alles bereit, was Ihrem Inneren Kind Geborgenheit vermitteln kann: ein wohltuender Duft, ein Getränk, ein paar Kekse… Kuscheln Sie sich dann gemütlich aufs Sofa, ins Bett oder in einen Sessel. Haben Sie eine flauschige Decke, in die Sie sich und Ihr Inneres Kind einhüllen können? Oder gibt es ein schönes Kissen, das Sie Ihrem Inneren Kind schenken können?

Heute ist ein Abend, an dem Sie sich nicht mit Büchern, Fernsehen oder anderem von sich selbst ablenken. Bleiben Sie einfach da. Wenn es Ihnen hilft, ruhig zu werden, dann können Sie eine entspannende Musik auflegen. Mehr nicht.

Sie atmen und Sie beginnen sich zu spüren. Geben Sie sich Zeit.
Wenn Sie sehr angespannt sind, dann räkeln und dehnen Sie sich, machen vielleicht kleine Bewegungen mit verspannten Körperstellen, so dass diese sich lösen können.
Sie können sich auch vorstellen, dass eine weiche Woge von Entspannung durch ihren Körper fließt und jede Anspannung mit sich fort schwemmt.

Danach suchen Sie einen Weg sich selbst zu halten. Was fühlt sich besser an? Die Arme um sich zu legen oder die Hände auf dem Bauch oder ein Hand auf dem Herz? Oder eine andere Berührung? Welche Geste hilft, das Gefühl von Geborgenheit zu verstärken?
Wenn Sie diese gefunden haben, dann flüstern Sie dem Kind in Ihrem Inneren liebe zärtliche Worte zu: „Ich bin für dich da.“
Oder: „Du bist geborgen“
Oder: „Alles ist gut.“
Bleiben Sie dabei, wiederholen Sie die Worte, vielleicht summen Sie ein paar Töne oder eine kleine Melodie. Lassen Sie Ihr Inneres Kind spüren, dass Sie für es da sind und ihm Zeit schenken. Das ist alles.

Es kann sein, dass Ihnen dabei Ideen kommen, was Ihrem Inneren Kind in diesem Herbst und Winter Geborgenheit und Freude bringen könnte. Ein altes Kinderbuch mal wieder lesen oder gar vorgelesen bekommen? Plätzchen backen? Ein Liederbuch finden und singen? Oder etwas ganz anderes?

Ich wünsche Ihnen einen eine gemütliche Zeit mit Ihrem Inneren Kind.



Winterzeit mit dem Inneren Kind

Was haben Sie als Kind in der Weihnachts- und in der Winterzeit besonders genossen?
Was davon könnten Sie wieder aufleben lassen? Was wünscht sich Ihr Inneres Kind?
Fragen Sie es in einem Brief: Sie als erwachsene Person schreiben mit der dominanten Hand und Sie lassen Ihr Inneres Kind antworten, in dem Sie den Stift in die andere Hand nehmen und sich überraschen lassen, was das Innere Kind schreibt.

Erinnern Sie sich auf diese Art mit Ihrem Inneren Kind zusammen an all die schönen Dinge, die Aufregung vor der Bescherung, der Geruch nach frisch gebackenen Plätzchen, Basteln an den Adventssonntagen, Vorlesen oder selber Bücher verschlingen an langen Winterabenden, Schlittenfahren, einen Engel im Schnee machen.

Was möchte das Innere Kind noch mal erleben? Nehmen Sie die Wünsche ernst und überlegen Sie, wie Sie diese umsetzen könnten. Und fragen Sie auch nach den alten, unerfüllten Sehnsüchten.

Vielleicht gab es Dinge, die Sie als Kind nicht schön fanden, wie z.B. Enttäuschungen über Geschenke, genervte Eltern und anderes. Vielleicht war die Atmosphäre nicht so liebevoll, wie sie es sich gewünscht hätten. Vielleicht waren es nur äußerliche Rituale, in denen nicht so viel Verbundenheit und Innigkeit zu spüren war. Vielleicht mochten Sie den Winter insgesamt als Kind nicht so gerne. Lassen Sie Ihr Inneres Kind auch davon sprechen.

Und überlegen Sie in dem Briefwechsel gemeinsam, wie diese unerfüllten Bedürfnisse nachgeholt werden könnten. Durch was drückt sich für Ihr Inneres Kind Geborgenheit aus? Wie könnte die Zeit um Weihnachten und im Winter so sein, dass Ihr Inneres Kind weiter heilen kann?

Wie könnte die erwachsene Seite es einrichten, dass wirklich Zeit für Geborgenheit und Winterstimmung, für verbundene Nähe und erfülltes Alleine -Sein da ist?

Das Wichtigste für die Inneren Kinder ist häufig das Einfach-Sein-Können - ohne Druck und Anforderungen. Inwieweit erlauben Sie Ihrem Inneren Kind und sich selbst in Ihrem Alltag ein Da-Sein, ein Innehalten? Das lässt sich gut in der Winterzeit erproben. Viel Freude, viel Ruhe und viel Verbundenheit wünsche ich Ihnen.